|
|
|
zurück
Preisguffen, ein amüsanter Osterbrauch
Das Ei ist seit jeher, und besonders nach der ausgedehnten Fastenzeit, für das Volk von großer Bedeutung. Es schmeckte als Speise, es war das Geheimnis des Lebens, das Wahrzeichen der Reinheit und der Fruchtbarkeit, es wurde gegen Schulden getauscht und wurde geschmackvoll bemalt und dekoriert als kleines Präsent verschenkt.
Das Eierguffen oder auch Preisguffen hat eine sehr lange Tradition und wird besonders in der Gemeinde Niederdorf, italienisch Villabassa, im Hochpustertal am Ostersonntag gepflegt. Das Wort „Preisguffen“ bedeutet so viel wie „Preispicken“ und leitet sich vom „Körner Picken“ der Hühner ab. Die Teilnehmer treffen sich um 10.00 Uhr am Dorfplatz von Niederdorf um dem härtesten Ei des Jahres auf die Spur zu kommen. Beim Preisguffen werden die bereits am Gründonnerstag gefärbten und hartgekochten Eier an erster Stelle mit den spitzen Seiten und anschließend mit den abgerundeten Seiten aneinandergeschlagen. Der Herr des heilen Eis gewinnt und kommt in die nächste Runde. Früher waren Eier sehr teuer und da nicht jeder seinen eigenen Hühnerstall hatte, wurde in der Osterzeit beim „Guffen“ buchstäblich gekämpft. Heutzutage gewinnt man bei diesem Osterbrauch nicht nur die hartgekochten Eier, sondern auch viele schöne Sachpreise, deshalb auch der Begriff „Preisguffen“.
Traditionell gehen die Kinder in Südtirol nach dem „Guffen“ nach Hause, wo in den Gärten der Osterhase sein Nest mit vielen bunten Eiern und Schleckereien versteckt hat. Also dann, ein schönes Osterfest und viele bunte Eier!
Foto: MEV
|
|
|
Typische Produkte
H&H Shop
Qualität aus Südtirol |
Sie finden uns auf:
  
|