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Alte Kriegspfade
Durch die Dolomiten laden alte Kriegspfade zu einer Geschichtsstunde unter freiem Himmel. Eine dieser Wanderungen befindet sich unter anderem im Hochpustertal: die „Strada degli Alpini“ welche von Sexten aus gestartet wird.
Der berühmte Klettersteig aus dem 1. Weltkrieg hat seinen Ausgangs- und zugleich auch Endpunkt bei der Bergstation der Rotwandwiesenkabinenbahn in Sexten-Moos auf 1.900 m.
Es ist ein anspruchsvoller, schwieriger Klettersteig. Die reine Gehzeit beträgt ungefähr 8-9 Stunden, der Höhenunterschied circa 800 m, die Länge circa 20 km. Die Bezeichung „Strada“ also Straße, bzw. Alpiniweg klingt etwas harmlos und man sollte sich auf keinen Fall von diesem Namen täuschen lassen. Der Alpiniweg führt durch senkrechte Wände und tiefe Schluchten. Schwindelfreiheit und Kletterausrüstung sind unbedingt erforderlich.
Für den Alpiniweg gibt es zwei Varianten: beide starten an der Bergstation der Rowtand. Erstere Variante führt über den markierten Weg 15a und 15b bis Burgstall, dann Richtung Rotwandspitze, den Weg 101 folgend zur Zsigmondyhütte und über den Weg 103 zur Talschlusshütte ins Fischleintal. Von dort geht’s dann gemütlich zurück zur Talstation Rotwand. Die zweite Variante folgt von der Bergstation der Markierung 100 Richtung Rotwandspitze, dann wie Weg Nr. 1 der Markierung 101 folgend zur Zsigmondyhüüte, Talschlusshütte, Rotwand-Talstation.
Zur Geschichte des Alpiniwegs: 1915 wurden die Sextner Dolomiten zum hochalpinen Frontgebiet. Die italienischen Soldaten haben sich die wichtigsten Höhen gesichert. Auf der Rotwand aber saßen die Einheimischen und hielten die Sentinella- und die Elferscharte. Noch vor Kriegsausbruch haben die Schützen hier eine Trasse gelegt, die den natürlichen Gegebenheiten folgte. Später wurde sie von den Alpini zum Höhenweg „Strada degli Alpini“ ausgebaut.
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